Venenleiden, Venenentzündung (Phlebitis)

Unter einer Phlebitis versteht man eine Venenentzündung. Das Gefäß und die Umgebung schmerzen, sind gerötet, geschwollen und über­wärmt. Bei ober­fläch­lichen Venen ist die Diagnose leicht zu stellen. Bei tiefen Venen­ent­zündungen ist die Diagnose auch mit dem Ultraschall kaum zu erfassen. Es ist bis heute unklar, was die Ursache der Phlebitis ist. Ob es sich um ein­gedrungene Keime, eine Auto­immun­ent­zündung oder eher eine mechanische ent­zünd­liche Reizung handelt.

Symptome

Entzündungen der oberflächlichen Venen sind als schmerzhafte, hochrote und erwärmte Stränge sicht- und fühlbar. Oft besteht auch eine Schwellung. Da eine Phlebitis häufig eine Thrombose als Kompli­kation nach sich zieht, muss bei diesen Zeichen sofort ein Arzt zu Rate gezogen werden. Eine gefürchtete Spät­kompli­ka­tion der Thrombosen stellt das venöse Ulcus cruris dar.

Auftreten

  • an den Beinen, meist bei vorbestehenden Krampfadern (Varizen)
  • an den Armen, meist iatrogen durch Venenkanülen oder -katheter

Offenes Bein (Ulcus Cruris)

Der Begriff Ulcus cruris (lat. Ulcus "Geschwür" und crus "Schenkel, Unterschenkel"; auch Ulkus cruris) bezeichnet in der Medizin einen Substanz­defekt im Gewebe des distalen Unter­schenkel­bereiches, der typischerweise als offene, meistens nässende Wunde, die über lange Zeit nicht abheilt, imponiert. Diese Erkrankung ist bereits sehr früh beschrieben worden. Umgangs­sprachlich wird das Ulcus cruris auch als "offenes Bein" bezeichnet.

Behandlung von Venenleiden

Die Behandlung orientiert sich an den Ursachen. Diese zu beseitigen ist oft schwierig. In erster Linie sind daher grundsätzlich All­gemein­maßnahmen insbesondere zur Reduzierung von Risiko­faktoren wie Verringerung von Übergewicht, optimale Einstellung eines eventuell bestehenden Diabetes mellitus oder eines erhöhten Blut­druckes hilfreich.

Die Lokalbehandlung eines Ulcus cruris läuft nach dem Grundsatz ab, dass das Ulcus erst zur reinigen ist, dann die Ausbildung von Granu­lations­gewebe und dann die zur Heilung führende Epithelia­lisierung gefördert werden. Während­dessen muss das Ödem ins­besondere im Bereich des Wund­grundes minimiert werden, da es die zur Heilung not­wendige Mikro­zirku­lation empfindlich beein­trächtigt. Beim Ulcus cruris venosum zielt die Therapie zudem vorrangig auf eine Ver­besserung des venösen Rück­flusses.

Besondere Be­deutung kommt hier der Kom­pressions­therapie zu. Zur Verbesserung der venösen Funktion wird auch eine Sklero­sierungs­be­handlung eingesetzt. Bei Verbänden ist darauf zu achten, dass der soge­nann­te "Ruhe­druck" gering ist, jedoch die Schwellung trotzdem deutlich reduziert wird (Arbeits­druck). Bei von Hand gewickelten Verbänden sind daher Kurz­zug-Kom­pressions­binden Langzug-Kom­pressions­binden vorzu­ziehen.

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