Krampfadern

Krampfadern (von althochdeutsch krimpfan „krümmen“, lateinisch varix, Plural Varizen) sind knotig-erweiterte (oberflächliche) Venen. Die Krankheit beim Vorliegen von Varizen heißt in der Fach­sprache Varikose oder auch Varikosis. Betroffen sind die ober­fläch­lichen Venen der Beine inklusive deren Haupt­stämmen, der Vena saphena magna und Vena saphena parva.

Symptome von Krampfadern

Krampfadern machen sich anfangs häufig nur diskret mit einem Spannungs- oder Schwere­gefühl in den Beinen bemerk­bar – Bein­flach­lagerung hilft dann gleich. Auch Juck­reiz der Haut über einer größeren Krampf­ader sowie nächt­liche Waden­krämpfe können auf­treten. Bei warmem Wetter sind wegen des verstärkten arteriellen Blut­einstroms bei ver­gleichs­weise schlechterem Aus­strom in aufrechter Körper­haltung die Beschwerden in der Regel schlimmer (typischer­weise nicht im Bade­urlaub!). Frauen beklagen unter­schiedliche Beschwerde­bilder im Verlauf ihres Monats­zyklus. In fort­geschrittenem Stadium zeichnen sich die verdickten Venen in ihrer typischen geschlängelten und verästelten Form durch die Haut hindurch ab.

Wasser wird im Gewebe einge­lagert, und es entstehen Ödeme. Die Haut kann sich bräunlich verfärben und pergament­artig verhärten, gelegent­lich findet sich eine Mykose der Haut (Tinea pedis) oder der Zehen­nägel (Onycho­mykose), deren Zusammen­hang mit der Varikose vielfach verkannt wird. Selten bereiten Krampf­adern umschriebene Schmerzen, obwohl sie bereits sehr fort­geschritten sind und zu Kompli­kationen neigen können – viele Patienten kommen deshalb zu spät in die ärztliche Sprechstunde.

Therapie von Krampfadern

Im Vordergrund der Therapie stehen heute minimal-invasive operative Verfahren, wobei zwischen Methoden der Unter­bindung, der Entfernung und der Sklerosierung (Verklebung) von Venen unter­schieden werden kann. Operative Therapien wie „Stripping“ – das „Ziehen“ der Krampfader - inklusive Crossektomie sind die weltweit noch am meisten angewandten Therapie­formen. Allerdings gibt es heute deutlich schonendere Instrumen­tarien dazu als noch vor wenigen Jahren. Die betroffenen Venen werden dabei operativ entfernt. Beim Kryo­stripping erfolgt die Ent­fernung mit Hilfe einer Kälte­sonde. Dieses Verfahren ist allerdings sehr wenig verbreitet. Bei der endovenösen Lasertherapie, der endovenösen Radio­frequenz­therapie und der Sklero­therapie wird die Innen­aus­kleidung der betroffenen Venen (das Endothel) thermisch oder chemisch zerstört, so dass der Blutstrom unter­bunden ist.

Die Venen selbst werden nicht entfernt. Dabei gibt es im wesent­lichen drei grund­legende Verfahren. Einmal die endo­luminalen Verfahren mit Laser (hier gibt es mehrere Anbieter, die alle mit einem ähnlichen System arbeiten) und dann das sogenannte VNUS-Closure-Fast-Verfahren, bei dem ein schlauch­artiger Heizdraht in der Vene mit Strom erhitzt wird und so im direkten Kontakt die Venen­wände thermisch schädigt. Das dritte Verfahren ist die Celon-FITT-Radio­frequenz­methode (RFITT = Radio­frequenz-induzierte Thermo-Therapie). Dabei wird Radio­frequenz-Energie in die Venen­wände einge­koppelt, was direkt dort zur Verödung, dem Verschweißen und dem dauer­haften Verschluss der krank­haften Vene, sprich Krampf­ader führt.

Wussten Sie schon ... ?

„Jeder noch so kleine chirur­gische Eingriff ist eine Belas­tung für den Körper. Nehmen Sie sich daher die Zeit Ihren Körper danach zu schonen und zu regenerieren.”

Dr. Alfred Moser